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Forbidden Places – Urban Exploring

Zu beginn dieses Jahres führe ich eine neue Kategorie ein, „Urban Exploring“. Forbidden Places, oft sind sie es, bei denen die besten Motive entstehen, die auch persönlich als Erlebnis hängen bleiben. Gerade in Berlin verschwinden die Ruinen, Abbruchhäuser und leerstehenden Freiflächen wie in keiner anderen deutschen Stadt. Als Beispiel: Das glatt Sanieren ganzer Strassenzüge bringt nicht nur neue Nachbarn mit sich, sondern lässt auch die zahlreichen Zugänge zu den Dächern verschwinden. Bereits vor ein paar Jahren musste Mensch um auf den Block seiner Wahl zu gelangen, oft bis zu Zehn mal leise das Treppenhaus rauf, schauen ob der Dachboden auf ist und wieder runter. Das geht nur wo die Eingangstür zum Hauseingang alt ist und sich vielleicht mit vorsichtigem „ranlehnen“ öffnen lässt. Meistens ist ein Hauseingang dann schon Tabu, da gerade zu den Berliner Suff-Meilen wie der Warschauer Strasse kein Hausbesitzer mehr so blöd ist, keine massive Hauseingangstür einzusetzen. Ist Mensch erstmal auf einem Dachboden gelandet, heisst es wieder vorsichtig und leise bewegen, schliesslich pennt meistens darunter jemand und ruft schnell mal die Polizei wenn schritte auf dem Dachboden zu hören sind mitten in der Nacht. Hat Mensch sich erst einmal bis zur Dachluke vorgearbeitet und ist auf dem Dach, sollte mit normalen Verhaltensweisen eine Entdeckung ausgeschlossen sein. Spätestens jetzt, bemerkt der neue Explorer das hier schon einige Menschen ihre spuren hinterlassen haben. Graffitis, Stühle, manchmal ein Grill, oder auch mal eine Badewanne. Nicht selten sind auch andere auf dem Dach zugange, zur selben Zeit. Belohnt wird Mensch mit einer grandiosen Aussicht, die je nach Wetterlage und Jahreszeit unbezahlbar und Atemberaubend ist.

Ausserdem gibt es hunderte von Freiflächen mit leerstehenden Gebäuden die seit der Wende verrotten und ihren ganz eigenen Charme versprühen. Etwas Vorsicht sei geboten, gerade beim klettern auf Dächern, oder beim betreten von Räumen die untertunnelt sind. Deswegen empfiehlt es sich auch bei größeren Anlagen mindestens zu zweit auf Reise zu gehen, um Notfalls auch mal jemanden aus einem Loch ziehen zu können. Rückschläge muss Mensch auch mal einstecken wenn ein Wachdienst mit einem Riesen Hund an der Leine auf einen Jagt macht mit den Worten: „Okay, ihr seit ihr irgendwie rein gekommen, dann kommt ihr da auch wieder raus. Ihr bekommt zwanzig Sekunden Vorsprung und dann lass ich den Hund los!“ Wir haben es geschafft…

Steve Duncan ist die Hauptperson im Portrait von Andrew Wonder. In der Kurzdoku begleitet er Steve in einige Ecken von New York City, die sogar die meisten EinwohnerInnen nicht kennen dürften. Er erklärt einige Basics wie Mensch sich in einem U-Bahn Netz einer Großstadt bewegen sollte und zeigt nebenbei eine stillgelegte U-Bahn Station, die wie so vieles in dieser Großstadt nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Ausserdem nimmt er die ZuschauerInnen mit auf eine Reise in das Abwasser System oder hoch über New York auf imposante Brücken.

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