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Pro Deutschland hetzt in Friedrichshain

Die Ortsgruppe Friedrichshain-Kreuzberg von Pro Berlin ist aus dem Winterschlaf erwacht. Zur Zeit stecken sie im Kiez rund um die Rigaer Straße ihre Propaganda. Ein Flyer unter dem Titel „Jetzt aufräumen mit den Häuserkämpfern“ wurde in vielen Briefkästen gefunden und auch in den Strukturen vor Ort von Nachbar_Innen abgegeben. Einige Auszüge will ich hier nicht vorenthalten:

Hinter solchen Parolen verbirgt sich weniger eine ernstzunehmende politische Ideologie als viel mehr eine Macho-Mentalität: die aggressive Geste sich perspektivlos wähnender junger Männer, die zwar von den wirtschaftlichen Leistungen anderer profitieren, aber nicht einer (womöglich anstrengenden) Erwerbstätigkeit nachgehen wollen. Sie verdächtigen und beschimpfen jeden, der ihre pseudorevolutionäre Lebenseinstellung nicht teilt. Und das sind etwas mehr als 99 Prozent aller Menschen in Berlin.

Es sind zwar noch viele, die bestimmte Erkenntnisse nicht erlangt haben, aber 99% halte ich für übertrieben. Mit einem Prozent kennt sich Pro Deutschland aber sicher besser aus. Das Wissen über mangelnde Erwerbstätigkeit scheint ebenfalls auf Halbwissen zu fundieren, da die meisten Menschen in Projekten handwerklichen Tätigkeiten nachgehen, ein Teil studiert.

Pro Deutschland fordert ein hartes Durchgreifen gegen Kriminelle aller Art. Kein Bonus für Polit-Spinner!

Ausgerechnet die Partei, die bei näherer Beschäftigung und Betrachtung den Titel „Polit-Spinner“ verdient, fordert nun „hartes durchgreifen“. Sie lassen offen wie dies aussehen soll, nach ihrer Vorstellung. Ihre Propaganda Show’s sind jedoch unter Beobachter_Innen in Berlin ein Geheimtip. Der Kollege Sören Kohlhuber machte am vergangenen Samstag ein sehr treffendes Bild von der Pro Deutschland Show auf dem Antonplatz in Weissensee.

Bei allem Witz zeigt sich aber auch bei den Parolen von Pro Deutschland auf dem Flyer, dass wir es hier mit Leuten zu tun haben die von „ganz rechts“ bis hin zu etablierten Konservatismus kommen. Die Topthemen heißen wie bei „Pro Köln“: Überfremdung, Islamisierung und Sicherheit. Deshalb ist es notwendig, überall und zu jeder Zeit sich dieser Partei in den Weg zu stellen.

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